Zähne aufhellen mit Färbestreifen und Peroxidgel

Wer an den Zähnen zu Verfärbungen neigt, kann sich beim Zahnarzt die Zähne bleichen lassen. Alternativ kann man sich die Zähne selbst zu Hause mit Hilfe von Färbestreifen aufhellen.

Gelbe Zähne sind zwar nicht ungesund, können aber unästhetisch wirken. Die Ursachen sind oft Rotwein-, Kaffee- oder Tabakgenuss. Auch im Alter werden die Zähne gelber, da der Zahnschmelz dünner wird und die dunkleren Schichten darunter zum Vorschein kommen. Gegen leichte Verfärbungen der vorderen Zähne helfen Aufhellmittel aus der Apotheke für etwa 30 bis 40 EUR. Diese wirken auch gegen unregelmäßig mineralisierte Zähne mit weißen Flecken. Bei den Aufhellmitteln handelt es sich um Klebestreifen für den Ober- und Unterkiefer, die mit einem bleichenden Gel beschichtet sind. Es ist dasselbe Aufhellmittel, das auch der Zahnarzt verwendet: Wasserstoffperoxid. Die Streifen klebt man sich zweimal täglich auf die Zähne. Nun lässt man sie eine halbe Stunde einwirken. Während man die Streifen trägt, kann man reden und Alltagsbeschäftigungen nachgehen, allerdings sollte man nichts essen oder trinken. Wenn die Streifen etwas verrutschen, ist das kein Problem, sie hellen trotzdem den ganzen Zahn auf. Bemerkt man beim Entfernen der Streifen helle Flecken auf den Zähnen, ist das kein Grund zu Beunruhigung. Sie verschwinden schnell wieder. Man behandelt die Zähne für etwa zwei Wochen. Nach etwa sieben Tagen zeigen sich die ersten Ergebnisse.

Die Streifen scheinen die Zähne nicht zu schädigen, die langfristige Wirkung ist aber noch nicht abschließend geklärt. So gibt es Studien, die auf Risiken für die Zahnschmelzhärte hinweisen. Auch können die Zähne oder das Zahnfleisch empfindlich reagieren. In diesem Fall kann man die Streifen nur einmal täglich verwenden. Man kann außerdem ein oder zwei Tage die Zahnaufhellung aussetzen. Bei der Aufhellung sollte man berücksichtigen, dass die Streifen Füllungen nicht bleichen. Man sollte die Behandlung etwa einmal im Jahr wiederholen. Bei Karies sollte man aber auf ein Bleaching verzichten und die Zähne behandeln lassen.

Wenn die Zähne stark verfärbt sind oder man einen schneeweißen Ton erreichen möchte, sollte man sich die Zähne beim Zahnarzt aufhellen lassen. Das kann jedoch kostspielig sein und zwischen 300 und 400 EUR kosten. Auch wenn man viele Füllungen, Kronen oder eine Zahnspange hat, sollte man sich beim Zahnarzt beraten lassen. Für ein Bleaching lässt er im Labor eine Kunststoffschiene anfertigen, die mit peroxidhaltigem Gel gefüllt wird. Je nachdem, wie hoch die Konzentration des Mittels ist, müssen die Patienten die Schiene täglich ein bis acht Stunden tagen. Die Länge der Behandlung richtet sich nach dem Grad der Verfärbung. Zwischen ­fünf und fünfzehn Sitzungen können nötig sein. Zahnärzte können stark verfärbte Stellen auch überkronen oder verblenden. Außerdem kann man einzelne oder abgestorbene Zähne aufhellen lassen. Abgestorbene Zähne lässt man von innen aufhellen. Im Falle von einzelnen Zähnen wird das Zahnfleisch abgedeckt und das Färbemittel direkt aufgebracht. Dieses Verfahren kommt auch zum Einsatz, wenn es sehr schnell gehen soll. Auch auf Bleachings beim Zahnarzt können Zähne empfindlich reagieren.